Benötigt ein guter Webdesigner eine Ausbildung?
Durch die rasante Verbreitung der modernen Technologien wie dem Internet sind eine Vielzahl neuer Aufgabenbereiche entstanden, von denen man oft nicht weiß, wie das zugehörige Berufsbild heißt oder ob es überhaupt einen Beruf dafür gibt. Der Webdesigner gehört einer Berufsgruppe an, bei der man nicht genau eingrenzen kann, wo das Hauptaufgabengebiet ist und häufig wirft sich auch die Frage auf, ob denn unbedingt eine Ausbildung erforderlich ist. Zuallererst sei gesagt, dass jegliche berufliche Bildung etwas bringt und dazu beiträgt, dass man in der zukünftigen beruflichen Laufbahn neue Wege einschlagen kann. „Webdesigner“ als Berufsbild ist nicht gesetzlich festgelegt und man sieht häufig, dass auch Quereinsteiger, die eine Ausbildung in einem ganz anderen Fachbereich absolviert haben, sehr gute Webdesigner werden können. Häufig sind Webdesigner wissbegierige Menschen, die eine Ausbildung als Informatiker, Grafiker oder gar Mediengestalter hinter sich haben und sich zusätzliche Qualifikationen angeeignet haben, mit denen sie ihr tägliches Brot verdienen können. Die Frage, ob nun eine Ausbildung vorliegen muss, um sich Webdesigner nennen zu können, kann deutlich mit nein beantwortet werden. Das Internet und die dadurch entstandenen Technologien bedürfen weit mehr als einem einmaligen Lernprozess, da man sich stets an neue Technologien und Verbesserungen anpassen muss, um langfristig erfolgreich zu sein. So war man beispielsweise in der Anfangsphase der Webtechnologien ein gefragter Mann, wenn man sich mit HTML aus kannte. Heute gilt dies für den professionellen Webdesigner als Standard und er muss weit mehr beherrschen als diese eine Sprache. Dies liegt daran, dass sich die Entwicklung im Laufe der Jahre immer mehr in Richtung dynamischer Webseiten bewegt hat und diese eben Erneuerungen und zusätzlicher Features bedürfen, um dem Besucher genau das Angebot unterbreiten zu können, das er sich wünscht. Aus diesem Grund ist es häufig so, dass ein guter Webdesigner eine autodidaktische Ader hat und sein Wissen stets erweitert und sich nicht auf das vorhandene Wissen verlässt. Der ein oder andere hat sich durch eine Ausbildung in einem der oben genannten Bereiche einen Grundstein gelegt, sozusagen das Fundament geschaffen, auf dem zusätzliches Wissen um die Webtechnologien aufgebaut wird, Generell ist es so, dass eine Ausbildung in einem solchen Bereich durchaus Vorteile hat, jedoch nicht unbedingt nötig ist. Jemand, der sich das Ziel setzt „Webdesigner“ zu werden, kann sich auch das nötige Wissen selbst beibringen. Häufig sind es auch gleichgesinnte, die sich gegenseitig unterstützen und eine Webagentur ins Leben rufen. So können sie den Lernprozess maximieren und sich bei allen anfallenden Arbeiten (die wirklich umfangreich sein können) ergänzen. Wichtig ist nicht nur das theoretische Wissen um allen möglichen Bereiche, sondern auch die praktische Umsetzung und Realisierung. Hier trennt ich häufig die Spreu vom Weizen und man kann die Unterschiede in der Qualität erkennen. Als Webdesigner hat man heute die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. In diesem Studiengängen hat man es leichter, sich das Fundament zu legen, sollte sich aber immer klar machen, dass dies ein Beruf ist, der sich stets ändert und man sich immer an die neues Technologien und dem Umgang mit diesen gewöhnen muss. Ein guter Webdesigner ist in Geduld geübt und resigniert nicht gleich, wenn er vor eine Problem steht, für das es scheinbar keine Lösung gibt. Genau dies ist ein Punkt, an dem man erkennt, ob jemand Webdesigner von Herzen ist oder es für ihn doch nur ein Job ist, den man halt des Geldes wegen macht.